Presseartikel
SPD macht Standortpolitik für Nagold
Am Dienstagabend den 02. Juni 2009 haben die Nagolder SPD Kandidaten im Naturfreundehaus ihr Wahlprogramm vorgestellt.
Nach der Begrüßung durch den Nagolder SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Daniel Steinrode stellten sich die anwesenden Kandidaten für den Kreistag und den Gemeinderat vor. Danach hat Daniel Steinrode das SPD-Programm „Nagold2009 – nicht nachlassen“ für die Gemeinderatswahlen in Nagold erklärt. Er wies daraufhin, dass in der Amtszeit von Dr. Rainer Prewo als Oberbürgermeister viele Entscheidungen und Vorhaben mit Hilfe der SPD realisiert worden sind. Er zählte beispielhaft das Kinderbüro, die Mensa, die Bezuschussung der Kleinkindbetreuung sowie die Innenstadtgestaltung auf. Nagold sei wirtschaftlich stark und sei auch über den Landkreis hinaus ein Trendsetter. Bei dem Erreichten soll man dran bleiben und eben nicht nachlassen.
Der Kreis Calw ist neben seinen städtischen Zentren geprägt durch eine Vielzahl kleinerer Gemeinden und Dörfer. Dieser ländliche Raum, der zukünftig besonders vom demografischen Wandel betroffen sein wird, muss sich frühzeitig neuen Herausforderungen stellen und Visionen entwickeln, um attraktiv zu bleiben und überleben zu können. Der Wildberger SPD –Ortsverein und der SPD Kreisverband Calw veranstalteten vergangenen Freitag in Wildberg-Schönbronn eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema.
Für die SPD im Wahlkreis Wildberg, der die Städte und Gemeinden Wildberg, Neubulach, Neuweiler und Bad Teinach-Zavelstein umfasst treten neun Männer und Frauen an. Angeführt wird die Liste von Andreas Kramer, Dipl. Gesangspädagoge aus Wildberg. Ihm folgt der frühere Nagolder Oberbürgermeister und Kreisrat Dr. Rainer Prewo MdL. Weitere Kandidaten für den Kreistag sind der Wildberger Gemeinderat Dieter Dannemann, Brigitte Tettweiler, Ursula Lehmann, Andrea Heuberger, Rolf Läpple, Monika Fauß und Kreisrat Daniel Steinrode. der Wahlkreis zeichnet sich durch liebliche Städtchen und Gemeinden in einer abwechslungsreichen Landschaft aus. Nur wenn wir unsere Attraktivität steigern, können wir den Bevölkerungsrückgang stoppen, so die Sozialdemokraten. Der Kreis hat direkte und indirekte Möglichkeiten hier zu helfen:
Der Kampf des Ritters zu Guttenberg gegen „Freibier“ für Opel und die seit Jahrzehnten offene Hand Bayerns für Subventionen vom Bund. Zugegeben, die Entscheidung über den Versuch zur Rettung von Opel mithilfe eines 1,5 Milliarden-Überbrückungskredit und andere Hilfen ist nicht einfach gewesen. Warum Opel retten und nicht Arcandor? Sind Arbeitsplätze bei der Automobilindustrie wertvoller als Arbeitsplätze im mittelständischen Gewerbe, beim Handwerk und beim Außenhandel? Meines Erachtens Nein. Wie weit reicht die Kraft zur Rettung? Warum keine Staatsbeteiligung, wenn schon öffentliches Geld fließt? Das sind durchweg berechtigte Fragen. Aber diese Fragen und Zweifel rechtfertigen keineswegs die jetzt begonnene Profilierung des Bundeswirtschaftsministers Guttenberg. Er lässt sich mit Polemik gegen die „Freibier-für-alle-Mentalität“ in Bayern feiern, war aber in Berlin nicht konsequent genug, zurückzutreten, als sich seine Forderung nach Insolvenz nicht durchsetzen ließ. Und zu Guttenberg lässt bei seiner Wertung außen vor, wie sehr gerade Unternehmen in Bayern von der von ihm gegeißelten Freibiermentalität profitiert haben und profitieren. Albrecht Müller